Spinatspätzle

Vorbereitung: 10 min.
Zubereitung: 10 min.
Ofenzeit: 20 min.

500 g Mehl (griffig – oder direkt Spätzlemehl)
5Eier
450 gSpinat (TK, aufgetaut)
500 gSchinken
1Zwiebel
150 mlWeißwein oder Brühe
1 Pkg.Sahne
nBParmesan o.ä.

Sahnig und cremig aber auch würzig und intensiv. Das ist meine Spinatspätzle Pfanne.
Denn als waschechte Vorarlbergerin stehen selbstgemachte Spätzle (oder wie wir sagen: Knöpfle) natürlich immer gerne auf der Speisekarte.
Und tatsächlich geht es schneller als man denken würde!


Vorbereitung

Der Spinat sollte aufgetaut sein und maximal zimmerwarm – kann aber auch gerne aus dem Kühlschrank kommen. Ich taue ihn immer am Abend zuvor bereits auf. Wenn du es schaffst, kannst du gerne die Flüssigkeit (die durch das Auftauen in den Spinat gerät) weglehren.

Schneide die Zwiebel und den Schinken in Würfel – so klein, wie du es gerne hast.

Zubereitung

Die Spätzle

Teig

Zunächst machen wir uns an den Teig. Dafür verrühre ich 450-500g vom Spinat mit 5 Eiern und 500g griffigem Mehl.

Ich empfehle den Teig mit einem Kochlöffel oder einem Schneebesen zu verrühren. Dafür braucht man etwas Kraft aber der Teig wird damit schön glatt und ohne Klümpfchen. Am Ende sollte der Teig richtig zäh und kleisterartig sein.
Ist der Teig zu feucht oder zu trocken – dann muss man noch ein bisschen mit den Zutaten spielen (Wasser und Mehl).

Kochen

Du kannst den Teig nun ruhig etwas stehen lassen, während du darauf wartest, dass Wasser im großen Topf zu kochen beginnt. Sobald es kocht salzst du das Wasser und kochst die Spätzle.

Dafür gibt es unterschiedliche Verfahren. Einige machen das mit Spätzleteig auf einem Spätzlebrett und formen die Spätzle selbst.

Bei uns in Vorarlberg machen wir aber (wie schon erwähnt) keine Spätzle, sondern Knöpfle. Der Name rührt vor allem daher, dass die Form mehr kleinen Tropfen ähnelt.
Um das zu erreichen verwende ich persönlich am liebsten einen Spätzlehobel (andere wählen ein Lochsieb und spachteln es mit einem Teigschaber selber). Der Vorteil des Hobels ist, dass man eine gewisse Menge Teig einfüllt und ratz fatz den Hobel hin und her schieben kann. So kann man richtig Zeit sparen.

So oder so landen die Spätzle dann im Wasser. Allgemein sind sie fertig, sobald sie an der Oberfläche schwimmen. Ich persönlich koche sie aber gerne noch etwas länger, weil ich es mag, wenn sie so richtig groß werden. Da würde ich einfach nach deinem und eurem persönlichen Geschmack gehen.
Danach nur noch absieben und den Vorgang so oft wiederholen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Sauce

Für die Sauce brätst du zunächst den Schinken so knusprig wie du möchtest. Dann gibst du die Zwiebeln hinzu und schwitzt sie glasig an.
Lösche nun mit dem Weißwein ab (wenn bei dir Kinder mitessen oder ihr nicht gerne Alkohol im Essen habt, dann kannst du gerne auf Brühe ausweichen). Lass die Flüssigkeit nun um ca. 1/2 reduzieren.

Nun rührst du die Sahne unter.

Finale

Wenn du die Sauce direkt in einer ofenfesten Pfanne gemacht hast, darfst du nun direkt die Spätzle hinzugeben.
Andernfalls die Sauce und die Spätzle in eine Auflaufform fügen.

Nach Belieben kannst du nun noch Käse drüber streuen (ich bevorzuge Parmesan wegen des würzigen Geschmacks).

Nun für 20 Minuten bei 100°C in den Ofen geben und die Spätzle sich schön mit der Sauce binden lassen.


BLW Hinweis

Dieses Gericht eignet sich ideal zum Mitessen für BLW-Babys. Sobald du Eier eingeführt hast kannst du Spätzle in allen Variationen anbieten. Spinatspätzle eignen sich da hevorragend, da grünes Essen besonders interessant ist, Picky Eating vorbeugt und in Spätzle untergemischt besonders lecker sind.

In der Anfangszeit (bis zum Pinzettengriff) würde ich die Spätzle in großen Stücken selber „formen“ und sie so zubereiten, dass sie in die Hand des Babys passen. Die Sauce würde ich Anfangs weglassen und ggf. das Kochwasser nicht oder weniger salzen.

Im Verlauf der Zeit kann man dann andere Zutaten schnell ergänzen. Mit selbstgemachter Brühe ist es auch nicht zu salzig und das Baby kann nach Einführung von Sahne und Milchprodukten (oder mit Ersatzprodukten) direkt mitessen.

Nur Parmesan sollte man im 1. Jahr absolut meiden – da hier der Salzgehalt zu hoch ist.

Guten Appetit!

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