Kinderkleidung – Mein System

Vor wenigen Jahren bin ich noch im totallen Kinderkleidung – Chaos versunken. Ich saß vor diesen riesigen Haufen an Stramplern, Babydecken und Mini-Söckchen und fragte mich: das kann doch jetzt nicht die nächsten 18 Jahre so weiter gehen?
Ich wusste ich brauch ein System, das mir hilft Frau der Kleidungs-Lage zu werden und das mich mit wenig Aufwand durch die Saisonen bringt.

Ich kaufte mir also einige Alltagshelfer und setzte dieses System auf. Und weißt du was: Mittlerweile habe ich zwei Kinder und der Wechsel der Kinderkleidung war noch nie so leicht für mich. Letzte Woche habe ich mit täglich 15 Minuten – die Kleidung von 2 Kleinkindern gemanagt und bin jetzt (draußen hat es gerade noch immer 30°C) schon ready to go für die Herbst und Winter Saison.

Du fragst dich, wie ich das gemacht habe? Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich.

Während der Saison

Okay, starten wir doch einfach dort, wo wir vor 2 Monaten waren. Der Sommer läuft, die Kinder haben den Schrank voll mit kurzen Hosen, T-Shirts und ein paar wenigen langen Sachen. Herbst und Winter sind noch in weiter Ferne.

Diese Zeit ist natürlich die entspannteste. Es gibt nur zwei wichtige Dinge zu tun:

zu kleine Kleidung ausmisten

Es steht zwar in allen Kleidungsstücken die selbe Größe drinnen, aber jeder Modehersteller hat trotzdem einen anderen Schnitt. Während in einem Laden die Kleidung immer etwas enger geschnitten ist, ist sie in dem anderen immer etwas größer.
Das bedeutet, dass auch während einer Saison ein Teil schon etwas enger wird, als die anderen. Diese Teile gilt es sofort auszumisten. Am besten zieht dein Kind es an, es passt nicht und du haust es gleich in eine extra Schublade oder noch besser eine Kiste. Diese Kiste sollte so nah wie möglich am Kinder-Kleiderschrank sein und so leicht wie möglich zu erreichen.

Ich habe mich für solch eine Variante entschieden, denn hier muss ich nichtmal die Kiste raus holen oder einen Deckel aufmachen. Ich zippe die Kiste ein kleines Stück auf, geb das Stück hinein und so erledigt sich das Ausmisten im Handumdrehen von allein.

Kinderkleidung

nächste Kleidung sammeln

In einer weiteren Kiste – die ruhig auch größer und etwas weiter weg sein kann – sammle ich schon mal die nächste Größe. Ich gehe dabei immer in 2 Saisonen und 2 Größen vor. Für meinen älteren Sohn suchte ich also 110/116 für Herbst und Winter. Über den Sommer hinweg habe ich einen Reminder für Willhaben (das österreichische Kleinanzeigen) laufen, der mich immer informiert, wenn ein Kleidungspaket online geht. Sobald mir was gefällt, kauf ich es. Ich halte außerdem auf dem Flohmarkt immer meine Augen offen und kriege hier und da auch mal was geschenkt. Alles landet immer hier drinnen. Es geht nur mal darum, zu sammeln, was man brauchen wird.
Der Game-Changer für mich ist wirklich, dass hier jedes Kind seine Kiste hat und ich jederzeit griffbereit habe, was ich als nächstes brauche (so werde ich auch nicht überrascht, wenn die Kinder über Nacht die nächste Größe brauchen.)

Vorbereiten

Anfang September (bzw. für den Frühling Anfang März) starte ich das Projekt Kinderkleidung routieren. Ich setze mich erstmal hin, hole mir alle Säcke und Kisten, die sich angehäuft haben und sortiere die Kleidung – falls notwendig – nach Größe. Dieses Jahr hatte ich: noch Reste von 80, Größe 86, 98 und 110/116.
Größe 92 und 104 haben die Kinder gerade im Schrank und um die kümmere ich mich jetzt noch gar nicht.

Ich sortiere die Kleidung also und verstaue alles schon in dafür vorgesehene Kisten.

Zu kleine Kleidung

Kleidung, die beiden Kindern nicht mehr passen (und die wir für Baby Nr. 3 aufbewahren), verstaue ich in praktischen Vakuumbeuteln und diese dann in Kisten. In diesem Schritt mache ich mir aber noch nicht die Mühe alles zu falten und einzuvakuumieren. Ich bin nur beim Schritt sortieren. Also: Nach Größe sortieren und hier rein „stopfen“.

Kleidung die jetzt und bald passt

Meist hören die Kinder nebenbei ein Hörspiel, hüpfen auf dem Sofa und quatschen mit mir. So ist es besonders leicht für mich, wenn sie was anprobieren sollten. Passt die Regenhose noch? Passen schon die Winterschuhe vom großen Bruder? Und kannst du bei den Hosen auch schon auf die nächste Größe umsteigen? All das klären wir meist an Ort und Stelle. Was keinem passt kommt wegsortiert, was ihnen jetzt passt kommt in einen Sack für die Wäsche und was noch zu groß ist kommt in die Kiste des Kindes (von oben).

Während diesem Schritt kann man auch wunderbar nebenbei die Checkliste für den Herbst und Winter durchgehen. Die Wollwalk Anzüge verstaue ich schon mal griffbereit, ich notiere wer was hat und wer was braucht, damit ich mich nochmal gezielt auf die Suche mache nach den letzten Besorgungen.

Finale Schritte

So, wo stehen wir jetzt? Die Kleidung ist probiert, sortiert und bereit. Jetzt mache ich die letzten Schritte:

  1. zu kleine Kleidung zusammenlegen und vakuumieren (beschriften nicht vergessen – ein PostIt hineinlegen ist ideal)
    • Tipp: Jeden Tag ein Sack – kostet dich keine 10 Minuten und stört somit gar nicht den Alltag
  2. die nächste Kleidung waschen und bereit haben
  3. letzte Besorgungen machen für die Saison

Das Wetter schwingt um

Sobald das Wetter entgültig umschwingt (wie gesagt wir haben hier Ende September noch immer 30°C) setze ich mich vor den Kasten der Kinder. Die Sommerkleidung kommt raus und die Winterkleidung kommt rein. Und das macht mir immer besonders Spaß mit unserem DIY Ikea-Montessori Kleiderschrank. Falls du den noch nicht kennst, schau unbedingt hier vorbei.
Die Kinder haben 4 Kisten und 1 Kleiderstange zur Verfügung. Damit sie sich super auskennen, wo sie was finden, nutze ich übrigens solche schönen Holzschilder.

Abschluss

Okay, die alte Kleidung ist erledigt, die neue Kleidung ist im Schrank. Übrig bleiben noch die 2 Größen, die bis eben noch im Kleiderschrank der Kinder waren. In meinem Fall 92 und 104.
104 landet direkt in der „Bald“ Kiste für den Kleinen, das braucht er nämlich vermutlich im Frühling. 92 verstaue ich entweder direkt in Vakuumbeuteln in unserem Kleidervorrat oder, wenn ich dafür gerade keine Zeit habe, in der Aussortierkiste.

Und zack -ist meine Aufgabe getan. Alles ist verstaut und ich habe keinen ganzen Nachmittag im Wäscheberg verbracht.
Und jetzt bist du dran – bist du schon fertig mit deiner Routine? Komm rüber zu Instagram und erzähl uns mehr!

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